Neue Station für den Bergdoktor

Hans Sigl großer Traum: Eine eigene Late-Night-Show

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von C3 Newsroom

Wird Hans Sigl bald selbst eine Talkshow moderieren?

Bild: Horst Galuschka


Als "Bergdoktor" ist Hans Sigl längst Kult. Gleichzeitig moderiert er Shows, tourt mit eigenen Talks – und verrät, dass eine Late-Night-Show sein großer Traum ist. Wie gut passen Arztkittel, Set-Humor und Talkmaster-Ambitionen zusammen?

Wenn du Hans Sigl nur als Dr. Martin Gruber aus "Der Bergdoktor" kennst, könnte man denken: Der wird morgens ans Set kutschiert, Maske, Kostüm, Text – fertig. Die Realität klingt deutlich bodenständiger. "Ich fahre jeden Tag selbst", erzählt er. Er kennt die Drehorte in und um Ellmau in- und auswendig – und plant seinen Tag so, dass er nach dem Dreh auch noch spontan auf den Golfplatz oder zu anderen Terminen fahren kann. Star-Allüren? Fehlanzeige.

Trotzdem beschreibt er das "Bergdoktor"-Set als ziemlich familiären Mikrokosmos. Sein Team kocht ihm schon mal einen Cappuccino, stellt morgens zwei Liter Ingwerwasser hin. Besonders am Herzen liegt ihm die Garderobe: "Ohne Frau Koop, Chefgarderobiere, wäre ich nichts", sagt er – halb im Spaß, halb im Ernst. Es gehe immer um ein Geben und Nehmen: Er bekommt Support und gibt im Gegenzug gute Laune zurück. Genau diese Mischung aus Professionalität und Humor sorgt dafür, dass die Drehtage zwar voll, aber nicht verbissen wirken.


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Handy-Streiche, Set-Regeln und Digital Detox

Hinter den Kulissen geht’s deutlich lockerer zu, als man es von den dramatischen Bergdoktor-Fällen vermuten würde. Ein Beispiel: Am Set gilt die eiserne Regel, dass ein klingelndes Handy eine "Lage" nach sich zieht – sprich, wer stört, lädt die anderen ein. Kollege Mark Keller nutzt das gern aus, stellt heimlich einen Wecker auf Sigls Handy und lässt es mitten in einer Szene losklingeln. Ergebnis: Gelächter, kleine Strafe – und ein weiterer Running Gag im Team.

Privat versucht Sigl, genau diese Dauererreichbarkeit im Zaum zu halten. Er gibt zu, dass er – wenn das Handy in Griffweite ist – dazu neigt, zu oft draufzuschauen. Deswegen legt er sich jedes Jahr eine Phase Digital Detox auf: Von Weihnachten bis Anfang März taucht er konsequent aus den sozialen Netzwerken ab. Nach zwei, drei Wochen merkt er jedes Mal, wie viel Zeit plötzlich frei wird und wie gut es tut, sich wieder nur auf eine Sache zu konzentrieren. Dass er so etwas am liebsten allen – vor allem Jugendlichen – verordnen würde, sagt er ganz offen.

Sigls Weg Richtung Talkshow

Neben der Arztpraxis in den Bergen steht Sigl längst auch auf anderen Bühnen. Er moderiert große Events wie die "Romy" oder die "Starnacht" mit Barbara Schöneberger und hat sichtlich Spaß daran. "Wenn jemand einen Grüß-Gott-August braucht, bin ich gern bereit", sagt er mit trockenem Humor. Gerade die Starnächte liebt er, weil es dort lockerer zugeht als bei Preisverleihungen: Die Leute wollen einfach eine gute Zeit – und er liefert genau das.

Auf die Frage, ob er sich eine feste Talkshow vorstellen könnte, muss er nicht lange überlegen: Ja, kann er. Es habe sogar schon eine Anfrage gegeben. Im eigenen Studio probt er das Prinzip bereits mit einem Talkformat, in dem er mit Gästen spricht und vor allem zuhört. Sein eigentlicher Traum ist eine eigene Late-Night-Show.

Dass er dafür neben dem "Bergdoktor" noch genug Platz im Kalender findet, dürfte vor allem eine Frage der Planung sein. Denn: Der Vertrag als Dr. Martin Gruber läuft bereits bis 2026/2027, er steht also mindestens bis zu einer möglichen 21. Staffel bereit. Vielleicht siehst du ihn in ein paar Jahren also erst in der Praxis in Ellmau – und später am Abend als Talkmaster mit eigener Late Night. Lust darauf hätte er ganz offensichtlich.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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