Ungewöhnliches Wohnmodell
Martin Leutgeb: Darum wohnt der "Bergretter"-Star mit 60 Jahren noch in einer WG
Aktualisiert:
von Johanna BeißelMartin Leutgeb (r.) steht seit 2013 als Polizist Gert Holzer für "Die Bergretter" vor der Kamera.
Bild: picture alliance / picturedesk.com | Martin Huber, jackfrog - stock.adobe.com
"Bergretter"-Star Martin Leutgeb lebt mit 60 Jahren noch einmal in einer Wohngemeinschaft. Dahinter steckt allerdings weder Geldnot noch eine späte Studentenphase: Der Schauspieler hat sich ganz bewusst für das Zusammenleben mit jüngeren Menschen entschieden.
Martin Leutgeb genießt das Leben in seiner WG
Seit 2013 ist Martin Leutgeb als Polizist Gert Holzer in der ZDF-Kultserie "Die Bergretter" zu sehen. Mit seiner gutmütigen und humorvollen Art ist seine Figur aus Ramsau kaum noch wegzudenken. Abseits der Dreharbeiten hat sich der gebürtige Tiroler für ein Wohnmodell entschieden, das viele wohl eher mit Studierenden verbinden: Er lebt in einer WG.
Eine Notlösung ist das für den Schauspieler allerdings nicht. Im "Kurier TV"-Format "Herrlich ehrlich" mit Journalistin Lisa Trompisch erzählt Leutgeb, warum er das Zusammenleben mit anderen Menschen ganz bewusst sucht.
Angefangen habe alles mit einem kleinen Zimmer, das Leutgeb während seiner Zeit in Wien besaß. Als jemand vorübergehend eine Unterkunft benötigte, bot er den freien Platz in seiner Wohnung an. Nachdem der erste Untermieter wieder ausgezogen war, suchte er sich erneut jemanden für das Zimmer. Mit diesem Wohnmodell habe er bislang fast ausschließlich nur positive Erfahrungen gemacht, erzählte er 2023 bei "Kurier TV".
Dabei geht es ihm nicht um wilde WG-Partys. Vielmehr schätzt der Schauspieler die alltäglichen Begegnungen und den unverbindlichen Austausch. Anders als in einer Partnerschaft könne man offen über vieles sprechen, ohne emotional zu stark involviert zu sein.
Ich genieße das total und möchte einfach, wenn ich keine Beziehung habe, und so wird's auch weiter ausschauen, immer so diese Begegnungen haben.
Nach seinem Umzug nach Tirol plante Leutgeb das WG-Comeback
Während der Corona-Pandemie verließ Martin Leutgeb 2020 Wien und zog zurück nach Tirol in das Haus seiner Eltern. Schon damals konnte er sich aber vorstellen, bei künftigen Engagements in Wien wieder in einer Wohngemeinschaft unterzukommen.
"Sollte ich wieder in Wien drehen oder auf der Bühne stehen, werde ich mir ein WG-Zimmer suchen", sagte Leutgeb damals der österreichischen Zeitung "Heute". Mittlerweile lebt er tatsächlich wieder in einer WG und schätzt dort vor allem den Austausch mit seinen jüngeren Mitbewohner:innen.
Neue Impulse durch das Zusammenleben
Für Leutgeb ist seine WG weniger ein Ersatz für eine klassische Partnerschaft als vielmehr eine andere Form des sozialen Miteinanders. In einer Beziehung sei man häufig sehr stark emotional eingebunden. Mit seinen Mitbewohner:innen könne er dagegen offen über viele Themen sprechen, ohne dass daraus gleich eine "persönliche Nummer" werde, erklärte der Schauspieler im "Kurier TV"-Format "Herrlich ehrlich".
Auch der Altersunterschied innerhalb der Wohngemeinschaft gefällt ihm. Leutgeb genießt es, sich mit jüngeren Menschen auszutauschen und dadurch neue Perspektiven kennenzulernen. Denn ab einem gewissen Alter bewege man sich häufig nur noch im gleichen Bekanntenkreis.
Wie die Welt für jüngere Generationen funktioniere, bekomme man sonst oft nur über Plattformen wie Tiktok oder Instagram mit, findet der "Bergretter"-Darsteller. In seiner WG erlebt er diese Themen dagegen unmittelbar. "Wo kriegt man denn sonst den Input her?", fragte Leutgeb im Gespräch mit Lisa Trompisch. Der Kontakt zu jungen Menschen hält ihn offenbar nicht nur auf dem Laufenden, sondern bringt auch Abwechslung in seinen Alltag.
Um die Zeit bis zu den neuen "Bergretter"-Folgen zu überbrücken
Gemeinsames Kochen und Shisha-Abende in der WG
Viel Programm braucht es für einen gelungenen WG-Abend nicht. Martin Leutgeb sitzt gerne mit seinen Mitbewohner:innen zusammen, kocht mit ihnen oder raucht eine Shisha. Das sei "schön" und "chillig", schwärmte der Schauspieler. Dabei könne er abschalten und seinen Gedanken nachhängen.
Seine Vorliebe für Wasserpfeifen entdeckte Leutgeb während der Drehpause nach dem Kinofilm "Das finstere Tal". Für drei Wochen reiste er nach Antalya. Dort gehörten Shisha-Rauchen und Tavla-Spielen für ihn schnell zu einem entspannten Urlaubstag dazu.
Einen Putzplan gibt es bei Martin Leutgeb nicht
Ganz ohne die typischen WG-Fragen kommt aber auch Martin Leutgeb nicht aus. Einen festen Putzplan gibt es in seiner Wohngemeinschaft beispielsweise nicht. Saubergemacht werde einfach dann, wenn jemandem etwas schmutzig vorkomme.
Leutgeb behauptet zunächst scherzhaft, seine Mitbewohner:innen würden damit immer warten, bis er wieder da sei. Abschließend stellt er lachend klar: "Nein, es ist nicht so. Wir sind sehr ordentlich!“
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
Mehr entdecken

Voting in der Joyn App
Wer gewinnt die Staffel? Fans haben bereits einen klaren Favoriten

Die großen Zukunftsfragen
Medien, KI und Innovation: Darum ging es beim 4GAMECHANGERS Next 2026

Endlich Klarheit
"Sturm der Liebe": Jaime Ferkic & Pippa Fee Rupperti sind das neue Traumpaar!

Publikumsvoting für den Blauen Panther 2026
Joko & Klaas sind für den Blauen Panther nominiert - jetzt abstimmen!

Grusel-Look
Heidi Klum verrät: Ihr Halloween-Kostüm 2026 wird "sehr, sehr blutig"

Alte Liebe, neue Chancen
Neues "Sturm der Liebe"-Traumpaar: So turbulent wird ihre Lovestory