Naturkatastrophe
Japans Tsunami-Labor: So bereitet sich das Land auf "Tag X" vor
Veröffentlicht:
von Bonnie PlitzkatAuf Joyn ansehen
Reporter Vincent als Tsunami-Testperson
Videoclip • 12:01 Min • Ab 12
Kinder trainieren den Ernstfall, Forschende testen neue Evakuierungs-Strategien mit künstlichen Tsunami-Wellen: Japan probt Extremsituationen. "Galileo"-Reporter Vincent Dehler erlebt hautnah, wie sich solche Szenarien anfühlen.
Japan besonders gefährdet
11. März 2011. Nach einem schweren Seebeben verwüsten bis zu 10 Meter hohe Tsunami-Wellen die japanische Küste. Im Atomkraftwerk Fukushima kommt es zu einer Kernschmelze, radioaktiver Stoff wird freigesetzt. Über 22.000 Menschen sterben.
Japan ist durch seine Lage für solche Naturkatastrophen besonders gefährdet. Mit 5.000 Erdbeben pro Jahr ist die Tsunami-Gefahr außerordentlich hoch. Deshalb gibt es diverse Vorkehrungen, um die Menschen zu schützen.
An der "Chuo University" in Tokio trifft "Galileo"-Reporter Vincent einen der führenden Tsunami-Forscher Japans: Professor Taro Arikawa. Als er vor 15 Jahren live miterlebte, wie die Schutzmauern versagten, wurde ihm klar, dass es einen anderen Ansatz braucht, um mehr Menschen zu retten. "Dieser Tsunami schwappte über die Mauern und die Überlaufbecken. Viele Menschen starben. Ich habe daher diese Anlage gebaut, damit ich Tsunamis reproduzieren [...] und erforschen kann."
Galileo-Reporter Vincent Dehler wird von einer Tsunami-Welle in einem testzentrum erfasst.
Bild: ProSieben
Der Tag X
In Japan geht man davon aus, dass der nächste große Tsunami kommen wird. Damit auf diesen Tag alle vorbereitet sind, werden schon die Kinder an den Katastrophenschutz herangeführt. Der Gedanke dahinter: Wenn man die Naturkatastrophe erlebt hat, fällt es leichter, sich im Ernstfall an die lebensrettenden Maßnahmen zu erinnern. Ein Szenario dafür: Starkregen. Auch "Galileo"-Reporter Vincent stellt sich dem Wetterphänomen. Mit Windgeschwindigkeiten von 108 Kilometern pro Stunde und bis zu 50 Litern Regen pro Stunde und Quadratmeter.
So einen heftigen Regen und Wind, hatte ich noch nie.
Galileo Reporter Vincent Dehler in einer Starkregen-Simulation.
Bild: ProSieben
Neben Starkregen gehören auch Erdbeben und Wassermassen zum Testzentrum. Allein im Großraum Tokio leben 32 Millionen Menschen. Sie alle müssen auf den Ernstfall vorbereitet sein.
Der Unterschied zu einem Ernstfall ist, dass dann noch Angst dazukommt.
Diese Angst spürt Vincent schon während der Tests. Wie es sich anfühlt, von einer Tsunami-Welle gepackt zu werden, und welches kleine Büchlein jeder Mensch in Tokio bei sich trägt, siehst du im Video.
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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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