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Astronaut im Talk

"Das hat mich mitgenommen": Alexander Gerst schlägt bei "Inas Nacht" ernste Töne an

Aktualisiert:

von teleschau

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Astronaut Alexander Gerst: So wichtig ist "Artemis 3"

Videoclip • 06:02 Min • Ab 12


Die lustige Kneipen-Talkshow mit Ina Müller präsentiert sich in der jüngsten Ausgabe deutlich ernster als sonst. Alexander Gerst spricht bei "Inas Nacht" über seine Erfahrungen als Astronaut. Dabei schilderte der Raumfahrer auch, wie er Kriege aus dem All erlebt hat.

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Bereits zweimal war Alexander Gerst im Weltraum, verbrachte bei seinen beiden Missionen 2014 und 2018 insgesamt fast ein ganzes Jahr auf der Internationalen Raumstation ISS. Als einziger Deutscher hatte es der Astronaut während seiner Raumfahrten ansonsten nur mit Kolleg:innen aus den USA, Russland und Japan zu tun.

In der NDR-Talkshow "Inas Nacht" fragt Ina Müller, ob dort oben dann auch aktuelle und politisch-brenzlige Themen wie Kriege untereinander besprochen werden.

"Das knipst man nicht völlig aus", antwortet Alexander Gerst ehrlich. "Das ist schon eine komische Sache, so von oben einen Krieg zu sehen, überhaupt so Umweltzerstörung zu sehen. Man sieht ja auch, wie die Menschen den Amazonas-Regenwald niederbrennen", erklärt der 50-Jährige. Einen Krieg vom Weltraum aus verfolgen zu können, "das hat mich mitgenommen", gibt er offen zu.

"Dann habe ich kapiert, dass da Menschen sterben"

Beispielsweise habe er die Raketen im Nahen Osten beobachten können. "Ich wusste gar nicht, was das ist. Ich habe nur gesehen, da sind so Lichter und die enden in so Blitzen, und ich dachte, das sieht fast irgendwie schön aus - und dann habe ich kapiert, dass da Menschen sterben", erinnert sich der Astronaut.

Von so weit außen betrachtet habe das für ihn gar keinen Sinn ergeben, "weil das alles so klein ist", sagt er über den Blick von der Raumstation aus. "Das sehen auch alle so da oben", fügt er an.

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Alexander Gerst über die unbeschwerten Zeiten im Weltraum

Glücklicherweise sei längst nicht alles im Weltraum so ernst gewesen. So habe Ina Müller erfahren, dass ihr Gast bekannt dafür war, seinen Löffel zu verlieren. "Das ist mir nur einmal passiert", verteidigt sich Alexander Gerst. An den Löffeln sei Klett dran, weshalb diese eigentlich nicht einfach so wegschweben könnten. Ohnehin müsse so ziemlich alles irgendwo festgeklebt werden.

Weniger Sorgen müssen sich die Astronaut:innen um ihre Wäsche machen. Denn diese würde einfach in einen Raumfrachter gepackt werden, der dann zur Erde zurückfliegt. "Das ist ja ein Traum für alle Hausfrauen", zeigt sich die Moderatorin begeistert. Alexander Gerst erzählt: "Ich habe tatsächlich ein paar Sachen zurückbekommen." Zum Beispiel eine kurze Hose, mit der er "auch so ein bisschen verbunden" sei. Denn: "Ich habe beim Joggen dann immer irgendwie 20.000 Kilometer zurückgelegt in einer Runde Joggen."

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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