Ergreifender Abgang

Drama im Dortmunder "Tatort": Stirbt Kommissarin Rosa Herzog den Serien-Tod?

Veröffentlicht:

von Sylvia Loth

Rosa Herzog (Stefanie Reinsperger) steht mit Otto Pösken (Malick Bauer) auf dem Dach. Er hat ihr von  den LKA-Ermittlungen gegen die beiden berichtet.

Bild: WDR / Thomas Kost


Nach fünf Jahren verlässt Stefanie Reinsperger auf eigenen Wunsch das Dortmunder "Tatort"-Team. In der emotionalen letzten Folge mit Kommissarin Rosa Herzog nimmt sie bewegend Abschied von ihrem Kollegen Peter Faber.

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Darum geht es im neuen "Tatort" aus Dortmund

Die "Tatort"-Episode "Schmerz", die im Rotlichtmilieu spielt, wird für Kommissarin Rosa Herzog (Stefanie Reinsperger) zur Belastungsprobe, emotional und mental. Der Tod eines zwielichtigen Clubbetreibers scheint im Zusammenhang mit dem Mord an einem Teenager zu stehen. Es stellt sich heraus, dass das Opfer mit falscher Identität in Deutschland gelebt hat. In Wahrheit handelt es sich um einen international gesuchten Kriegsverbrecher aus den Jugoslawienkriegen. Dieser Umstand ist für Kripoleiterin Ira Klasnić (Alessija Lause) unglaublich belastend, da sie selbst den Balkankrieg hautnah miterlebt hat. Die Prostituierte Maria Novak (Lorena Jurić) wird zum Zünglein an der Waage. Doch lange bleibt unklar, welche Rolle die junge Bosnierin spielt.

Zerreißrobe für Kommissarin Herzog

Im Ermittler:innen-Team selbst herrscht nach wie vor Misstrauen. Haben Peter Faber (Jörg Hartmann) oder Rosa Herzog doch etwas mit dem Mord an Sebastian Haller (Tilman Strauß), dem Leiter der Kriminaltechnischen Untersuchung (KTU) zu tun? Dieser wurde in der Episode "Abstellgeis" (Erstausstrahlung am 30. März 2025) ermordet. Neun Folgen lang - seit 2021 - war er Teil der Dortmunder Crew. Um herauszufinden, ob einer der beiden wirklich in den Mord involviert ist, soll LKA-Ermittler Daniel Kossik (Stefan Konarske) die beiden ausspionieren. Damit wird der Fall für Faber und Herzog zur persönlichen Zerreißprobe. Die Kriminalhauptkommissarin ist inzwischen mit Kollege Otto Pösken (Malick Bauer) liiert, verbirgt aber auch vor ihm Geheimnisse, die sie immer schwerer belasten.

"Tatort"-Star Stefanie Reinsperger sagt Adieu

Nach fünf Jahren ist es Reinspergers eigener Wunsch, sich neuen Projekten zu widmen, darunter einem Engagement am Wiener Burgtheater. "Nach einer wundervollen, intensiven und spannenden Zeit nehmen Rosa Herzog und ich jetzt Abschied vom 'Tatort'-Dortmund", erklärte die 38-jährige Schauspielerin bereits im vergangenen Sommer. Die Rolle sei ihr ans Herz gewachsen, betonte sie damals gegenüber dem WDR:

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Es fällt mir nicht leicht, Rosa loszulassen und ich werde sie noch eine ganze Weile im Herzen mittragen. Ich freue mich aber jetzt auf neue Projekte, Rollen und Arbeitsbegegnungen.

Stefanie Reinsperger

Showdown mit Kommissarin Herzog

Nach elf Fällen ist Schluss für Kommissarin Rosa Herzog. In einem fulminanten Finale der Folge "Schmerz" nimmt sie rührselig Abschied von ihrem Kollegen Peter Faber. Bei der Abschieds-Szene in einer Kirche wird deutlich, wie nah sich die beiden in den gemeinsamen Jahren gekommen sind, bevor ein neuer und ungewisser Abschnitt ihres Lebens beginnt. WDR-Redakteur Frank Tönsmann erklärt über Reinspergers Ausscheiden: "Sie bekommt einen würdigen Abschied."

Schwieriger letzter Fall

Rosa Herzog (Stefanie Reinsperger) ist nach der Durchsicht des Videomaterials zu Vergewaltigungen aus dem Kosovo-Krieg so mitgenommen, dass sie aufs Dach flüchtet um das Gesehene zu verarbeiten.

Bild: WDR / Thomas Kost


So geht es im Dortmunder "Tatort" weiter

Die erste Folge des Dortmunder Tatorts ohne Stefanie Reinsperger wurde bereits im vergangenen Herbst gedreht. Die Episode "Blutkultur" handelt gleich von zwei Morden: Eine Kinderärztin und eine Medizinstudentin werden tot aufgefunden. Peter Faber und sein Ex-Kollege Daniel Kossik ermitteln dieses Mal gemeinsam. Obwohl sich beide eigentlich nicht ausstehen können, funktionieren sie als Team ganz gut. Wie gut der "Tatort" ohne die österreichische Schauspielerin Stefanie Reinsperger angenommen wird, die in den vergangenen fünf Jahren eine starke weibliche Stimme im Dortmunder Team war, bleibt abzuwarten.

Hauptdarsteller Jörg Hartmann hofft, dass die Zuschauer:innen mit den Veränderungen klarkommen. Er selbst betont im WDR-Interview, keine Ausstiegspläne zu haben. "So lange das Publikum mich noch will, mache ich das", sagt er.


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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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