"Last Soul Ultra"
448 Kilometer in 67 Stunden: Wie Kim Gottwald zum Star der Ultramarathon-Szene wurde
Veröffentlicht:
von Julia WolferEr macht das Unglaubliche möglich. Wer ist Kim Gottwald?
Bild: Joyn
Was aus Langeweile begann, wurde zur Profession: Kim Gottwald hat den "Last Soul Ultra" in Bornheim ins Leben gerufen und gewonnen. Das war längst nicht die erste krasse Aktion des deutschen Extremsportlers – und es wird auch nicht die letzte sein. Wir stellen den neuen Star der Ultramarathon-Szene vor.
Begleite Kim Gottwald hautnah auf seinem größten Abenteuer
Wer ist Kim Gottwald?
Kim Gottwald (22) wurde am 25. Juli 2003 geboren und lebt in Nordrhein-Westfalen. Sport war schon immer Teil seines Lebens – erst Fußball, später Taekwondo. Laufen gehörte allerdings nicht dazu. Doch das sollte sich ändern.
Früher habe ich es gehasst.
2021 stand Kim Gottwald kurz vor dem Abitur – und die Welt vor einer Pandemie. Corona brachte das öffentliche Leben zum Erliegen. Aus purer Langeweile begann Gottwald mit dem Laufen: Jeden Morgen vor der Schule zehn Kilometer.
Irgendwann habe er Videos von Extremläufern gesehen – die krassen Distanzen faszinierten ihn. "Und dann bin ich einfach 100 Kilometer am Stück durch mein Dorf gelaufen", erzählte er im Interview mit "t-online".
Vom Jura-Studenten zum Extremläufer
Nach dem Abitur begann Kim Gottwald ein Jura-Studium in Köln. Wenn das mit dem Laufen nicht gewesen wäre, würde er wohl heute noch studieren, "und mich durch mein erstes Staatsexamen quälen", sagte er im "1Live Fragenhagel". Doch es kam anders.
Im April 2024 lief er 125 Runden um den Aachener Weiher. Das entsprach einer Distanz von 100 Kilometern – es war sein zweiter Ultra-Marathon. "War auf jeden Fall eine der härtesten Geschichten für mich, war damals nicht ansatzweise so gut im Training wie jetzt", schrieb Gottwald im August 2025 auf Instagram (@kim.gottwald).
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Das Video von seinem Ultra-Lauf um den kleinen Aachener Weiher ging damals auf Instagram viral – und der Erfolg spornt ihn an. Es folgen weitere Extrem-Aktionen: 60 Kilometer um einen Kreisverkehr in Münster oder zu Fuß zu den ersten deutschen Fußballspielen der EM 2024 in Stuttgart, München und Frankfurt.
"Ich dachte mir: Das sind vier bis fünf Tage zwischen den Spielen, 50 Kilometer am Tag – das schaffe ich", sagte Gottwald im Interview mit "t-online". Mit der Idee traf Kim Gottwald einen Nerv: Es folgten Einladungen ins Stadion, Menschen feuerten ihn unterwegs an.
Das waren schon die besten Wochen in meinem Leben
Diese Leistung ist schon absolut beeindruckend – doch in Kim Gottwald steckt noch viel mehr ...
Mit "Backyard Ultra" zum Star
Im Mai 2025 ging der Bochumer am "Go One More Ultra" in Texas an den Start: Er gewann den sogenannten "Backyard Ultra" gemeinsam mit Kendall Picado Fallas. Nach 56 Runden und 378,5 gelaufenen Kilometern musste das Rennen wegen eines Unwetters abgebrochen werden – daher mussten sich die beiden letzten verbliebenen Athleten den Sieg teilen.
Doch spätestens jetzt war ein neuer Star der Ultra-Marathon-Szene geboren. Über Nacht wurde Gottwald auch über Instagram hinaus berühmt.
Kim Gottwald siegt beim "Last Soul Ultra"
2025 gründete Kim Gottwald seine eigene Lauf-Marke Rappid und holte am 3. Oktober 2025 schließlich einen "Backyard Ultra" nach Nordrhein-Westfalen: Gemeinsam mit Ex-Profifußballer André Schürrle (35) veranstaltete er den "Last Soul Ultra" in Bornheim.
Schau Dir hier die erste Folge der Doku-Serie "Last Soul" an
93 Athlet:innen gingen damals an den Start, darunter MMA-Kämpfer Stephan Pütz, Schwimm-Weltmeisterin Leonie Beck, die Fitness-Influencer:innen Imke Salander, Maren Schiller und Alex Kukla sowie Gottwald und Schürrle selbst.
Schürrle stieg nach 11,5 Runden und 80 gelaufenen Kilometern auf. Gottwald gelang das Unfassbare: Er lief 448 Kilometer in 67 Stunden – und gewann damit den "Last Soul Ultra". Das sei "mit Abstand" das Krasseste gewesen, was er je gemacht habe, sagte Gottwald rückblickend im "1Live Fragenhagel".
Den deutschen Rekord hat der Extremläufer damit allerdings verpasst: Der liegt aktuell bei 82 Runden (ca. 550 Kilometer). An Gottwald lag es aber nicht: Ein "Backyard Ultra" läuft eben nur so lange, wie der am Ende Zweitplatzierte durchhält.
Man könnte meinen, der Bochumer hätte das Lauf-Game durchgespielt – doch er ist da anderer Meinung: "Da kommt noch was", sagte er im Interview.
Strategie, Schmerz und echte Emotionen
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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