"Schrecklich"

Abschied vom Kind: "Praxis mit Meerblick"-Star Tanja Wedhorn rührt ihre Fans

Veröffentlicht:

von Lars-Ole Grap

Die Schauspielerin Tanja Wedhorn zu Gast in der MDR-Talkshow "Riverboat".

Bild: picture alliance / ZB | Thomas Schulze


Wenn Kinder erwachsen werden, ist das für viele Eltern ein emotionaler Einschnitt. Mit ihren ehrlichen Worten hat "Praxis mit Meerblick"-Star Tanja Wedhorn viele Zuschauer:innen berührt und bei den Fans zahlreiche emotionale Reaktionen ausgelöst.

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"Praxis mit Meerblick"-Star Tanja Wedhorn: Ehrliche Worte über Kinder, Familie und Abschied

Pünktlich zum Start der neuen Staffel der ARD-Freitagsserie "Praxis mit Meerblick" war Hauptdarstellerin Tanja Wedhorn zu Gast in der MDR-Talkshow "Riverboat". Moderator Matze Knop wollte eigentlich nur ein bisschen über das Privatleben der Schauspielerin plaudern - doch dann wurde es sehr persönlich und emotional.

Die Schauspielerin erzählt von einer Liebesgeschichte, die lange vor ihrer Karriere begann: Sie habe ihren Mann noch zu Schulzeiten in der Theater-AG kennengelernt. Dass er heute keinen Bühnenberuf ausübe, empfinde sie als echten Gewinn. In ihrer Partnerschaft stehe eben nicht die Karriere im Mittelpunkt, sondern das, was sie als "den Rest des Lebens" bezeichnet - und der sei schließlich auch ganz wichtig. Ein wesentlicher Teil dieses Lebens: ihre beiden Söhne, heute 15 und 18 Jahre alt.

Auf die Frage des Moderators, wie es sich anfühlt, wenn die Kinder langsam erwachsen und eigenständig werden, antwortet die 54-Jährige zunächst besonnen. Man müsse loslassen können, das sei klar. Aber dann kam der Satz, mit dem sich viele Eltern im Publikum identifizieren können: "Gleichzeitig ist die Vorstellung, dass sie weiterziehen - was sie auch unbedingt sollen - schrecklich." Eine wilde Mischung sei das, gestand die Schauspielerin - Stolz und Schmerz in einem untrennbar verwoben.

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"Mein Herz blutet": Eltern sprechen über den Abschied ihrer Kinder

Der MDR teilte einen Ausschnitt des Gesprächs auf Facebook - und die Resonanz der Fans war überwältigend. Hunderte Eltern erkannten sich in Wedhorns Worten wieder und teilten ihre eigenen Erfahrungen. "Es ist nicht einfach, man sollte es nicht kleinreden. Es wird wieder besser, aber es dauert seine Zeit. Alles Gute", schrieb eine Nutzerin - und sagte damit offenbar, was viele Eltern fühlen.

Besonders jene, deren Kinder noch zu Hause leben, aber das Ende des gemeinsamen Alltags schon spüren, meldeten sich zu Wort. "Mein Sohn ist 16 und ich kann das gerade so gut nachempfinden! Mein Gefühlsleben ist auch gerade ein ständiges Wechselspiel zwischen unbändigem Stolz auf diesen großartigen jungen Mann und Wehmut, dass er mich immer weniger braucht und bald seine eigenen Wege geht. Ich frag mich dann immer, was mit mir nicht stimmt, und bin dann sehr erleichtert, wenn ich mitbekomme, dass andere Mamis genauso fühlen." Ein Kommentar, der unter den Fans selbst mit viel Zustimmung bedacht wurde.

Wer den Abzug bereits hinter sich hat, weiß: Das Gefühl bleibt. "Mein Sohn ist 21 und vor zwei Monaten ausgezogen. Natürlich bin ich stolz und Kinder müssen ihren Weg gehen, aber mein Herz blutet", schreibt eine andere Nutzerin. Doch nicht alle erleben diesen Übergang als Einschnitt. Eine Kommentatorin fragte durchaus selbstkritisch: "Bin ich jetzt eine schlechte Mutter, wenn mein Herz nicht ganz doll blutet, wenn meine Kids ausziehen? Bei mir ist es eher der Stolz, der überwiegt."

Wieder andere blicken mit mehr zeitlichem Abstand auf die Zeit zurück und berichten davon, wie das Leben danach weitergeht - manchmal holpriger als erwartet. "Ich hatte auch ein Jahr zu kämpfen und viel geweint, als mein Kind nicht mehr da war. Durch die Scheidung war es mein Ein und Alles, ich hatte mich zu doll geklammert. Heute gibt es drei Enkel, zwei werden auch flügge. Wenn man älter wird, ändert sich alles", teilt eine Nutzerin ihre Erfahrungen zu dem Thema.

Kenne ich. Bin spät Mutter geworden, erst mit 35, und schwups ist das Kind fast 18. Dann muss man sich als Paar neu finden und sein eigenes Leben noch einmal gestalten.

Kommentar einer Zuschauerin auf Facebook
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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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