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Die Academy Awards in Los Angeles

Deutscher Oscars-Anwärter "Everytime": Diesen entscheidenden Vorteil bringt der Film mit

Veröffentlicht:

von Jan Islinger

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Party bis in die Morgenstunden: So wurden die Oscars® 2026 gefeiert

Videoclip • 06:03 Min • Ab 12


In diesem Jahr schickt Deutschland Sandra Wollners Verlust-Drama "Everytime" ins Rennen um die Oscars. Vor allem ein Aspekt könnte den Film zum Favoriten machen.

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Darum hat "Everytime" Chancen auf den Titel

Geplagt von Trauer: Birgit Minichmayr als Ella im Oscar-Anwärter "Everytime".

Bild: The Barricades Panama Film / Gregory Oke


Es wird ernst um die Oscars 2027. Wie German Films bekannt gab, schickt man für die kommenden Academy Awards "Everytime" von Sandra Wollner ins Rennen um den besten internationalen Film.

Das sechste Werk der deutsch-österreichischen Regisseurin erzählt von Ella (Birgit Minichmayr), die nach dem plötzlichen Tod ihrer ältesten Tochter versucht, die Familie zusammenzuhalten und den Alltag zu bewältigen.

Was als klassisches Verlust-Drama beginnt, entpuppt sich spätestens bei der gemeinsamen Teneriffa-Reise - dem ehemaligen Lieblingsort der verstorbenen Tochter - als weit mehr als das. Denn schon bald verschwimmen die Grenzen zwischen Vergangenem, dem Hier und Jetzt und einer Traumwelt. "Es entsteht so ein eigenartiger Schwebezustand", erklärt Filmexpertin Anna Wollner im NDR-Talk "Der Morgen".

Als würde man einer Erinnerung dabei zusehen, wie sie entsteht.

Anna Wollner

Das war auch einer der Gründe für die unabhängige Jury von German Films, "Everytime" als deutschen Anwärter ins Rennen zu schicken. In ihrer Begründung heißt es: "Mit einem eleganten Spiel mit Form und erzählerischen Ellipsen erkundet 'Everytime' die Zwischenräume des Verlustschmerzes. Erinnerung und Gegenwart, Realität und Vorstellung gehen nahezu unmerklich ineinander über und machen diesen Film zu einem wahrhaft poetischen Kinoerlebnis."

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Darum hat "Everytime" gute Karten

Für den deutschen Oscar-Kandidaten gingen im Vorfeld elf sehr unterschiedliche Filme ins Rennen. Darunter Volker Schlöndorffs Vertreibungsgeschichte "Heimsuchung" oder Valeska Grisebachs Grenz-Drama "Das geträumte Abenteuer". Neben seiner ungewöhnlichen Erzählart, wurde "Everytime" wohl auch deshalb ausgewählt, weil der Film bereits über die deutschen Grenzen hinweg positive Rezensionen bekam.

'Everytime' bringt etwas mit, was in diesem Oscars-Rennen extrem wichtig ist: Er hat bereits internationale Aufmerksamkeit bekommen.

Anna Wollner

Bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes gewann der Film bereits in der Sektion "Un Certain Regard", die sich Filmen mit einer besonderen erzählerischen Perspektive widmet. Auch beim Sarajevo Film Festival sicherte sich Sandra Wollner mit ihrem Drama den Hauptpreis.

Auch bei der Kritik kommt "Everytime" auffällig gut an. So verteilten filmstars.de, epd-film.de und filmdienst.de jeweils 5 von 5 Sternen.

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Ob das für den Titel reicht, entscheidet sich im kommenden Frühjahr. Genauer gesagt bei der Verleihung der Academy Awards am 15. März 2027 - wie immer auf ProSieben und im Stream auf Joyn.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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