Keine "herkömmliche Schönheit"
"Hässlichkeit aushalten": "Makellos"-Star Adele Neuhauser spricht über Selbstbild
Aktualisiert:
von BuzzwooAdele Neuhauser prägt das deutschsprachige Fernsehen mit ihren Rollen maßgeblich.
Bild: picture alliance / Eventpress Fuhr
Die Schauspielerin steht seit Jahren erfolgreich vor der Kamera und begeisterte erst kürzlich mit dem ARD-Film "Makellos - Eine kurze Welle des Glücks". In Interviews spricht die Österreicherin offen über ihre Karriere und ihr Selbstbild.
Adele Neuhauser (67) gehört zu den markantesten Gesichtern der Schauspiel-Szene. Bekannt wurde sie vor allem als Wiener "Tatort"-Kommissarin Bibi Fellner - auch nach dem nahenden Abschied von der Kultrolle bleibt sie gefragt.
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"Die Leute werden mich nicht so schnell los"
In einem Interview mit der Nachrichtenagentur "spot on news" macht Neuhauser deutlich, dass sie beruflich noch lange nicht kürzertreten will. "Die Leute werden mich nicht so schnell los", sagt sie mit einem Lachen. Tatsächlich ist ihr Terminkalender weiterhin voll: So hat sie unter anderem kürzlich die BR-Komödie "Makellos - Eine kurze Welle des Glücks" realisiert, die am 11. März 2026 im Ersten zu sehen war.
Der Film erzählt von der Unternehmerin Constanze, gespielt von Neuhauser, die in ihrer eingeschlafenen Ehe nach einem Ausweg sucht und durch eine unerwartete Begegnung mit einem männlichen Escort, gespielt von Manuel Rubey, ihre Sehnsucht nach Leidenschaft und Selbstwahrnehmung neu entdeckt.
Die Zusammenarbeit mit ihrem Schauspielkollegen Rubey beschreibt Neuhauser als besonders angenehm. "Unsere Szenen waren sehr feinfühlig und leidenschaftlich - was mit Manuel an meiner Seite überhaupt nicht schwerfiel."
Adele Neuhauser über ihr Aussehen: "Ich bin keine herkömmliche Schönheit"
In einem Gespräch mit der Agentur "teleschau" wird Neuhauser dann noch persönlicher und spricht über ihr Selbstbild - und darüber, warum sie in der Filmbranche nie auf ihr Aussehen reduziert worden sei. "Bei mir ist das nicht so, denn ich bin keine herkömmliche Schönheit", sagt die österreichische Schauspielerin mit griechischen Wurzeln über sich selbst.
Stattdessen sei sie über viele Jahre hinweg vor allem als Charakterdarstellerin besetzt worden. Sie habe deshalb gelernt, ihre Eigenheiten anzunehmen.
Dadurch musste ich mich mit meiner Hässlichkeit, Schrägheit, Wucht und Energie auseinandersetzen - und auch aushalten.
Dieser Prozess sei nicht leicht gewesen. "Um sich auszuhalten", habe es mehrere Anläufe gebraucht, erzählt sie rückblickend. Inzwischen könne sie jedoch besser zu sich selbst stehen. Ihr Beruf helfe ihr bis heute dabei, ihr Selbstwertgefühl zu stärken. Durch neue Rollen könne sie immer wieder andere Seiten an sich entdecken und bewusst ihre Komfortzone verlassen.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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