"McDreamy" wird am 13. Januar 60

Patrick Dempsey wird 60: Darum starb er den "Grey's Anatomy"-Serientod

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von teleschau

Happy Birthday, "McDreamy": Am 13. Januar wird Ex-"Grey's Anatomy"-Star Patrick Dempsey 60 Jahre alt.

Bild: 2024 Getty Images/James Gourley


Elf Staffeln lang verzauberte er die Fans der erfolgreichen Arztserie. Doch 2015 endete der Weg von Dr. Derek Shepherd: Er kam bei einem Autounfall ums Leben. Zum 60. Geburtstag von Patrick Dempsey blicken wir zurück auf sein Aus bei "Grey's Anatomy".

Patrick Dempseys Filmkarriere begann mit Komödien wie "Loverboy" oder Romantik-Dramen à la "Die nackte Wahrheit über Männer und Frauen". Stets mit dabei: sein Charme und sein gutes Aussehen - sein Auszeichnung des "People"-Magazines zum "Sexiest Man Alive" kommt nicht von irgendwoher. Damit punktete der US-Amerikaner auch bei seinem Durchbruch: der Hauptrolle in der Serie "Grey’s Anatomy". 244 Episoden lang spielte Dempsey dort den Hirnchirurgen Dr. Derek Shepherd - und wurde so zum Weltstar.

Hier spielte Patrick Dempsey vor rund 37 Jahren mit

Am 23. März jährt sich außerdem hierzulande zum zehnten Mal die Erstausstrahlung der "Grey's"-Episode, die weltweit die Zeit stehen ließ: "Ein hoher Preis", Staffel 11, Folge 21. Die Folge, in der "McDreamy", so sein weltweiter Spitzname unter den Zuschauer:innen der Serie, nach einem Autounfall stirbt. In den USA lief die Episode elf Monate vorher. Und noch heute fragen sich viele Fans: Warum stieg Patrick Dempsey am Höhepunkt seiner Karriere aus dem extrem erfolgreichen Format aus?

Sorgte das hohe Gehalt für Zoff?

Laut dem Format "Celebrity Net Worth" erhielt der Hauptdarsteller ein ordentliches Gehalt: Die Rede ist von 350.000 Dollar pro Folge. Zusammen mit Ellen Pompeo alias Dr. Meredith Grey war er das Gesicht der Serie. Sein Honorar könnte derweil für Missstimmung am Set gesorgt haben. Ellen Pompeo sagte später, Dempseys Gage sei in den Anfängen von "Grey's" fast doppelt so hoch wie ihre gewesen. Erst 2017, zwei Jahre nach seinem Ausstieg, machte ein 20-Millionen-Dollar-Paket Pompeo zur bestbezahlten Primetime-Seriendarstellerin.

Knisterte es hinter den Kulissen? 2021 erschien das Buch "How to Save a Life: The Inside Story of Grey's Anatomy". Und legte den Finger in die Wunde. Das von den Serienmacher:innen nicht offiziell autorisierte Werk von Journalistin Lynette Rice zitiert häufig die beiden ehemaligen Executive Producers James D. Parriott und Jeannine Renshaw. Und die nehmen kein Blatt vor den Mund. "Er hat das gesamte Set terrorisiert", so Parriott. Er habe seine Macht als Hauptdarsteller genutzt und alle am Nasenring durch die Manege geführt. "Ich glaube, er war am Ende fertig mit der Show. Die langen Drehzeiten, das tägliche Erscheinen - er wollte das nicht mehr." Mit Drehbuch-Autorin Shonda Rhimes habe er sich ständig gefetzt.

Jeannine Renshaw bestätigt, dass auch Ellen Pompeo zunehmend genervt gewesen sei: "Sie legte großen Wert auf Fairness. Sie mochte es nicht, dass Patrick sich beschwerte, obwohl sie doppelt so viele Szenen in der Folge hatte wie er." Irgendwann habe Shonda Rhimes den Studiobossen ein Ultimatum gestellt: "Entweder geht er - oder ich", zitiert Renshaw die Drehbuch-Autorin.

Patrick Dempsey hatte Angst: War's das mit seiner Karriere?

In dieser Version klingt es fast so, als sei Patrick Dempsey gefeuert worden. Doch weder Rhimes noch Ellen Pompeo haben bei dem Buch mitgewirkt, und bisher gibt es keine offizielle Bestätigung, dass sich alles so zugetragen hat. In einem Gespräch mit dem Branchen-Magazin "Hollywood Reporter" bestätigte die Meredith-Grey-Darstellerin 2018 lediglich, dass sein Status hinter den Kulissen oft als Druckmittel benutzt wurde, um sie kleinzuhalten - auch finanziell. "Wir brauchen dich nicht - wir haben Patrick!", habe es geheißen. Gemeinsame Vertragsverhandlungen mit den Studiobossen habe Patrick abgelehnt.

Dempsey selbst wird in "How to Save a Life: The Inside Story of Grey's Anatomy" interviewt. Für ihn war es der angedeutete Arbeitsaufwand, der ihm irgendwann zu viel wurde.

Es sind 10 Monate, 15 Stunden am Tag." Das Ganze sechs Tage die Woche, ohne zu wissen, wie genau der Zeitplan aussehe.

Patrick Dempsey

Der Star fügt hinzu: "Dann fragt dich dein Kind: 'Was machst du am Montag?' Und du sagst: 'Ich weiß nicht', weil ich meinen Zeitplan nicht kenne", erklärt er. Mit seiner Frau Jilian Fink hat er eine Tochter und zwei Söhne.

Angesichts dieses zeitlichen Aufwandes sei es am Set sicher auch zu Spannungen gekommen. "In so einem Umfeld ist es schwer, die Atmosphäre ständig harmonisch zu halten", sagte er der britischen Internet-Zeitung "Independent" im Jahr 2021. Gleichwohl wusste er: Er war gut bezahlt. Und als Schauspieler einen festen Job zu haben, der so gut bezahlt ist, das sei ein Geschenk. "Obendrein in einer phänomenalen Serie, die weltweit bekannt ist, mit einer Figur, die weltweit geliebt wird." Er war sich bei seinem Ausstieg klar: Vielleicht kommt so eine Chance nie wieder. Dennoch habe er seinen Schritt nie bereut, sagte er später.

Dem "Grey's"-Team war klar: Derek musste sterben

Derweil hat es verschiedene Szenarien gegeben, wie Dr. Derek Shepherd aus der Serie aussteigen konnte. Eine Versetzung nach Washington war im Gespräch. Auch eine unbestimmte Auszeit. Schließlich fällte das Team die Entscheidung, ihn sterben zu lassen. Was anderes hätten die Fans nicht akzeptiert, so die einhellige Meinung. Immerhin gab es 2021 in der 17. Staffel ein Mini-Comeback: Patrick Dempsey drehte eine Traum-Sequenz und war in einigen Episoden zu sehen. Am Set, heißt es, habe er sich mit allen ausgezeichnet verstanden.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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