Alter Mord, neue Leiche

"Geniale Story": So sehr begeistert der neue "Polizeiruf 110: Ablass" die Fans

Aktualisiert:

von Sylvia Loth

Kommissar Dennis Eden (Stephan Zinner, l.), Rechtsanwalt August Schellenberg (Tobias Moretti, M.) und Kommissarin Cris Blohm (Johanna Wokalek, r.) bei der Aufklärung eines Cold Case aufzuklären.

Bild: BR/die film gmbh/Susanne Bernhar


Zwei Tote, zwei Geständnisse: Im "Polizeiruf 110: Ablass" gerieten die Münchner Kommissare in ein Geflecht aus Widersprüchen, als eine längst geklärte Tat plötzlich neue Fragen aufwirft. Bei den Zuschauer:innen kam der Fall gut an. Nur wenige bemängelten Details.

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+++ Update 16. März +++

"Polizeiruf 110": Viel Lob vom Publikum

Der Münchner Fall von "Polizeiruf 110: Ablass" sorgte bei vielen Zuschauer:innen für Begeisterung. Vor allem das Ermittler:innen-Duo Cris Blohm (Johanna Wokalek) und Dennis Eden (Stephan Zinner) wurde gefeiert. Das Lob reichte von "Spannung pur", über "Megaspannend und geniale Story mit klasse Darstellern" bis hin zu "Es geht auch mal wunderbar ohne die permanenten Psychopathen und wilde Ballerei."

Auch die Story stieß in den Social-Media-Kommentaren auf viel Zustimmung. Viele Fans lobten, wie realistisch die Geschichte wirke. "Hier sieht man, wie groß die Schere zwischen arm und reich ist", schrieb eine Zuschauerin. Auch das überraschende Ende sorgte für viele positive Mitteilungen, wie etwa: "Ein Ende, das sehr nachdenklich stimmt - wohl nah an der Wirklichkeit."

"Tatort" unter Beschuss

Seitenhiebe gegen den Klassiker "Tatort" blieben ebenfalls nicht aus - etwa in Kommentaren wie "Zurzeit braucht's keinen 'Tatort'. 'Polizeiruf' besser" oder "So geht Krimi! Da kann sich mittlerweile 'Tatort' eine Scheibe abschneiden!!! Ohne Gegendere und vorbei an der Realität …".

Doch nicht alle Zusehenden zeigten sich restlos begeistert. Einige reagierten über den Ausgang der Geschichte irritiert: "Sehr gut gemacht - leider nicht die Schuldigen bestraft". Andere kritisierten, bei den Dialogen sei noch "Luft nach oben". Ein Kommentator fragt: "Kann mir mal jemand erklären, warum die Darsteller so viel rauchen müssen?".

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+++ Ursprünglicher Artikel +++

"Polizeiruf 110: Ablass": Darum ging es

Die beiden Münchner Kommissare Cris Blohm (Johanna Wokalek) und Dennis Eden (Stephan Zinner) bekommen es im neuen "Polizeiruf 110" gleich mit zwei rätselhaften Mordfällen zu tun. Zuerst taucht die Leiche einer jungen Frau im Isarkanal auf, von der alle dachten, sie sei vor zwei Jahren von ihrem Mörder zerstückelt und entsorgt worden. Anschließend wird ein Fahrradfahrer in einer ruhigen Wohnstraße überfahren.

Für beide Fälle gibt es Geständnisse, doch Cris Blohm entdeckt Ungereimtheiten in den Aussagen. Als dann der charismatische Rechtsanwalt August Schellenberg (Tobias Moretti) auftaucht, der die beiden vermeintlichen Mörder vertritt, wird das Rätsel immer größer. Schließlich gilt er eigentlich als Advokat der High Society.

Eine Tote mit Vorgeschichte

Der Leichnam von Sonja Berling versetzt die Kommissare in Erstaunen: ein Cold Case, der jetzt wieder heiß wird. Dabei galt der Tod der jungen Frau vor zwei Jahren als gelöst. Der aus Burkina Faso stammende Flüchtling Léon Kamara (Yoli Fuller) hatte damals gestanden, die 19-jährige Sonja durch einen Drogencocktail versehentlich getötet zu haben. Anschließend habe er aus Angst, entdeckt zu werden, die Leiche zerstückelt und entsorgt. Der geständige Täter wurde wegen fahrlässiger Tötung und unterlassener Hilfeleistung zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt, die er derzeit verbüßt.

Doch nun taucht die Leiche von Sonja Berling im Isarkanal auf und wird daraufhin obduziert. Der zuständige Gerichtsmediziner stellt als mögliche Todesursache Ersticken nach vorheriger Vergewaltigung fest. Was ist also die Wahrheit? Fest steht: Kamara kann laut deutschem Strafrecht für diese Tat - auch mit neuen Erkenntnissen - kein zweites Mal belangt werden.

Kommissarin Blohm setzt auf ihren Instinkt

Wollte Kamara die Tat beschönigen, um nicht wegen Mordes verurteilt zu werden? Auch wenn dies möglich ist, glaubt Kommissarin Blohm nicht daran. Schließlich hätte sein Verteidiger ihm raten müssen, sein Geständnis zurückzuziehen, da es die einzige Grundlage für seine Verurteilung war. Blohm ist sich sicher, dass hier etwas faul ist. Da der Fall offiziell abgeschlossen ist, sind ihr die Hände gebunden. Allerdings nur solange, bis ein neuer Täter in Betracht kommt …

Neue Leiche, weitere Rätsel

Ein zweiter Mord hält Blohm und Eden in Atem: Der Radfahrer Kai Lorenz wurde von einem weißen Oldtimer-Porsche tödlich verletzt. Fehlende Bremsspuren am Unfallort deuten darauf hin, dass der Realschullehrer, der seine hochschwangere Ehefrau hinterlässt, absichtlich erfasst wurde. Das Auto der Familie Assauer wurde von Victor Reisinger (Shenja Lacher), einem arbeitslosen Familienvater, mitbenutzt. Er ist mehrfach vorbestraft, unter anderem wegen Autodiebstahl. Gegenüber der Polizei ist er geständig, doch Blohm entdeckt auch bei diesem Geständnis Ungereimtheiten. Neben ihrem Kollegen Eden ist auch die Staatsanwältin von Reisingers Schuld überzeugt. Also beschließt sie, dem Anwalt des mutmaßlichen Täters, August Schellenberg, auf den Zahn zu fühlen. Der vertritt zugleich auch Kamara und Blohm ahnt zu Recht, dass da etwas nicht stimmen kann.

Blick hinter die Kulissen

Für das ungleiche Ermittler-Duo Cris Blohm und Dennis Eden ist es der fünfte Fall. Ein Fall "mit viel Kopfarbeit", wie Wokalek betont. Zinner fügt hinzu: "Als Team sind wir zusammengewachsen, haben unseren eigenen Stil entwickelt, und genau das macht großen Spaß." Während Blohm ruhig, analytisch und kontrolliert ermittelt, folgt Eden eher seinem Bauchgefühl und reagiert emotionaler.


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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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