Starke Stimmen, die Mut machen

Weltkrebstag am 4. Februar: Prominente im Kampf gegen die Krankheit

Veröffentlicht:

von Marlene Sofie Weissböck

Der Weltkrebstag am 4. Februar will für Krebsvorsorge und -früherkennung sensibilisieren.

Bild: APA/KEYSTONE/GAETAN BALLY


Laut dem Österreichischen Krebsreport 2023 und Daten von Statistik Austria erkranken jährlich etwa 45.000 Menschen in Österreich neu an Krebs. Immer mehr prominente Menschen entscheiden sich dafür, ihre Erkrankung nicht zu verstecken. Sie sprechen über Diagnosen, Therapien, Zweifel und verändern damit den öffentlichen Umgang mit Krebs.

Stars im Kampf gegen den Krebs

Eine dieser Stimmen im Kampf gegen den Krebs ist die Influencerin und Modedesignerin Patrice Aminati. Bei ihr ist vor 3 Jahren schwarzer Hautkrebs diagnostiziert worden. Die Diagnose: unheilbar. Im Verlauf der Erkrankung geht sie bemerkenswert offen mit ihrer Situation um, spricht über Höhen und Tiefen und darüber, dass der Krebs derzeit gut im Schach gehalten werden kann. Patrice Aminati blickt trotz Krankheit positiv und mit Stärke nach vorne, denn der Krebs soll ihre Sicht auf das Leben geändert haben.

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Starke Lebensveränderungen

Nach der Trennung von Ex-Ehemann Moderator Daniel Aminati lebt Patrice mit ihrer Tochter bei ihren Eltern, die ihr während dieser Zeit unter die Arme greifen.

Patrice Aminati hat ihre Krebserkrankung bereits mehrfach auf Instagram dokumentiert und gibt Einblicke in ihren Alltag. Sie scheut sich nicht davor, die Schmerzen, die Wut und die Trauer zu zeigen. Gleichzeitig versucht sie aber bewusst, die schönen Momente des Lebens zu genießen und diese auch mit ihren Followern zu teilen.

Besonders bewegend sind ihre Gedanken zu einem möglichen letzten Tag. Patrice spricht darüber, wie sie diesen verbringen würde: Sie wünsche sich, gemeinsam mit ihren Eltern auf dem Sofa zu sitzen, ein Stück Kuchen zu essen und Kaffee zu trinken, so die 30-Jährige im Interview mit "Weekend Online".

Sie haben Narben und seelische Schmerzen.

Trotzdem sagen sie voller Stolz: Ich bin schön!

Internationale Vorbilder mit bleibender Wirkung

Auch über die Landesgrenzen hinaus setzen Stars kraftvolle Zeichen. "Charmed"-Schauspielerin und "Beverly Hills 90210"-Star Shannen Doherty hat vor ihrem Tod offen über Rückschläge und das Leben mit einer chronischen Krebserkrankung gesprochen. Gegen die Krankheit hat Doherty explizit öffentlich angekämpft, um anderen Betroffenen Mut zu machen, was sie damit auch tat.

Auch Angelina Jolie machte durch ihre Entscheidung für eine präventive Operation infolge eines genetisch erhöhten Krebsrisikos die Themen Krebsvorsorge und genetische Risiken öffentlich. Nach dem frühen Tod von Mutter und Großmutter hat sie zunächst ihre Brüste und später auch Eierstöcke und Teile der Eileiter entfernen lassen. Als Jolie sich erstmals einer Operation unterzogen hat, hatte dies eine öffentliche Debatte entfacht. Diese drastischen Schritte haben weltweit eine Debatte über prophylaktische Mastektomien und Ovarektomie, sprich das Entfernen von Brust und Eierstöcken, ausgelöst. Vielen Betroffenen weltweit machte sie jedoch auch Mut sich testen zu lassen und gegebenenfalls Schritte zur Vorsorge zu wählen.

Mehr als ein Gedenktag - ein Appell der Stärke

Der Weltkrebstag ist kein stilles Datum im Kalender. Er ist ein Appell für mehr Aufklärung, mehr Forschung und mehr Mitgefühl. Die Stimmen der Prominenten zeigen: Offenheit kann Leben verändern. Und manchmal reicht eine einzige Geschichte, um anderen Mut zu machen.

Die Dokumentationen und Filme auf Joyn greifen diese Schicksale auf und geben ihnen Raum. Sie erzählen nicht nur von Krankheit, sondern von Stärke, Zusammenhalt und Hoffnung. Wer tiefer eintauchen möchte, findet hier rund um den Weltkrebstag zahlreiche sehenswerte Produktionen.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.at ('Behind the Screens' Österreich) veröffentlicht.


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