Vom politischen Tiefpunkt zum Mann an der Macht

Ein Jahr mit Donald Trump im Amt

Aktualisiert:

von Luna Bas, Marlene Sofie Weissböck

Ein Jahr mit Donald Trump. (AP Photo/Matt Rourke)

Bild: ORF/ZDF/Alex Brandon


Bereits seit einem Jahr mischt Donald Trump als US-Präsident in seiner zweiten Amtszeit die internationale Politik auf. Mit dem Sieg Donald Trumps' kehrt 2025 eine der wohl weltweit umstrittensten politischen Persönlichkeiten zurück ins weiße Haus und steht erneut im Zentrum der Macht. Der Trump-Themenschwerpunkt im ORF-Livestream auf Joyn rekapituliert Trumps' Machtgier vor dem Hintergrund geopolitischer und wirtschaftlicher Entwicklungen.


Themenabend Trump

Am 20. Januar 2025 wird Donald Trump als 47. Präsident der Vereinigten Staaten in seiner zweiten Amtszeit angelobt. Selbst ein Jahr später interveniert er mit seiner Politik nachweislich auf täglicher Basis in das Weltgeschehen und füttert mit seinem Tun wohl stündlich die internationale Berichterstattung. Aus gegebenem Anlass setzt der ORF in seinem Programm daher diese Woche einen Themenschwerpunkt, der eine Bilanz des ersten Amtsjahres in zweiter Präsidentschaft ziehen soll.

Das Programm:

- Am 20. Jänner zieht "ZIB Wissen: Ein Jahr Trump – Ein Mann verändert die Welt" politische und persönliche Bilanzen - um 20:15 im ORF 2-Livestream auf Joyn

- es folgt das "Eco Spezial: Der Trump-Effekt – wie der US-Präsident unseren Wohlstand gefährdet" - um 21:20 im ORF 2-Livestream auf Joyn

- gefolgt von der Dokumentation "kreuz & quer: Mit Gott an die Macht – Wie evangelikale Christen die Welt erobern" - um 23:05 Uhr im ORF 2-Livestream auf Joyn

Alle Formate rücken unterschiedliche Facetten seiner Präsidentschaft in den Fokus.

Am 21. Jänner folgen "WELTjournal: Grönland – zwischen Trump und Dänemark" und ein "Fokus Europa"-Beitrag zu den internationalen Folgen seiner Politik - um 22:30 Uhr im ORF 2-Livestream auf Joyn

Eine Woche später, am 29. Jänner, werden mit der dreiteiligen Dokureihe "Die Donald Trump Show" Trumps erste Amtszeit, seine Netzwerke, Skandale und Machtmechanismen in den Mittelpunkt gestellt - ab 20:15 Uhr im ORF 1-Livestream auf Joyn


Mächtige Verbündete

Trumps Rückkehr ins Weiße Haus ist kein Zufall, denn ein Netzwerk aus loyalen Managern, Ideologen und Geschäftsleuten stärkt ihm den Rücken. Unternehmer wie Elon Musk, mit dem er zeitweise gebrochen hat, nutzen ihre Plattformen, um Trumps Politik zu vermarkten und kritische Stimmen zu verdrängen. Trump beherrscht das politische Narrativ wie kein anderer. Mit "Make America Great Again" setzt er erneut auf eine klare Botschaft und inszeniert sich als Retter einer Nation, deren Bedrohung scheinbar in Wirklichkeit allein von ihm ausgeht.

Der Sturm aufs Kapitol am 6. Januar 2021 markiert den Tiefpunkt seiner Karriere. Seine Anhänger dringen ins Regierungsgebäude ein, um Bidens Wahlsieg zu stoppen: Ein beispielloser Angriff auf die Demokratie. Trump gerät unter Druck, wird von sozialen Medien verbannt und sieht sich einem zweiten Amtsenthebungs-Verfahren gegenüber. Trotz dieser rechtlichen Herausforderungen gelingt ihm der Weg zurück.


Alle Neuigkeiten rund um Trumps' Persona


Der Umbau der USA

Strafzölle, Shutdown, Massenabschiebungen: Donald Trump scheint die Grenzen seines Amtes mit aller Kraft auszureizen. Nach einem Jahr in seiner zweiten Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten sorgt er immer noch beinahe täglich für Schlagzeilen. Nicht nur legt er sich mit den mächtigsten Instanzen der Welt an - er verschiebt politische und institutionelle Grenzen nach seinem Belieben. All das geschieht auf Kosten der Demokratie. Die amerikanische Verfassung? Für ihn mehr Schein als Sein. Der autoritäre Wandel ist bereits in vollem Gange.

Zuletzt startet Donald Trump am 03. Jänner 2026 eine militärische Intervention US-amerikanischer Streitkräfte auf venezolanischem Boden. Er entführt dabei den amtierenden Präsidenten Nicolás Maduro und seine Frau, um sie in den Vereinigten Staaten vor Gericht zu bringen. Konkret handelt es sich um Vorwürfe von Verbrechen im Zusammenhang mit institutionalisiertem Drogenhandel, an dem Maduro beteiligt gewesen sein soll. Aktuell sitzen die beiden in New York in einem Gefängnis und warten auf einen Prozesstermin.


Wer ist der Mann an seiner Seite?

Einst sein Kritiker, heute sein Vizepräsident: J.D. Vance ist nach Donald Trump der zweitmächtigste Mann Amerikas. Als Sohn einer drogenabhängigen Mutter schafft er es trotz schwieriger familiärer Verhältnisse sich hochzuarbeiten und sitzt heute im Weißen Haus. Mit seiner strengen Einwanderungspolitik, seinen radikalen Ansichten und umstrittenen Aussagen sorgt er immer wieder für Aufsehen. Mit ihm hat Trump nicht nur einen tatkräftigen Unterstützer an seiner Seite, sondern einen Mann der weitaus mehr Einfluss ausübt, als zunächst gedacht.

Woher aber der Sinneswandel? Und welche Absichten verfolgt Trumps' Vize für die Zukunft - plant er, der nächste Präsident zu werden? Die deutsch-amerikanische Reportage "Trumps Mann fürs Grobe - wie viel Macht hat J.D. Vance?" widmet sich diesen Fragen und klärt auf.


Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.at ('Behind the Screens' Österreich) veröffentlicht.


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