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"Im Schatten der Angst"-Star Jörg Schüttauf: Hat er noch eine Traumrolle?

Aktualisiert:

von teleschau

Im Thriller "Im Schatten der Angst - Der Skorpion" spielt Jörg Schüttauf einen Professor.

Bild: ZDF / Victoria Herbig


Eine Traumrolle? Die gibt es für Jörg Schüttauf nicht mehr. "Alles, wonach sich ein Schauspielerherz sehnt, durfte ich machen", sagt der Schauspieler im Interview. Seine neueste Rolle in "Im Schatten der Angst - Der Skorpion" liebt er trotzdem.

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Jörg Schüttauf ist seit vier Jahrzehnten Schauspieler mit Leib und Seele. Der 64-Jährige hat in seiner über 40-jährigen Karriere in über 150 Kino-, Fernsehfilm- und TV-Serien-Produktionen mitgewirkt. Deshalb tut er sich auch schwer, noch eine große Traumrolle zu definieren. Der Medienagentur teleschau sagte er: "Da fällt mir beim besten Willen nichts ein. Ich hatte das Glück, in vielen Farben und Facetten meinem Beruf nachzukommen, ob das eine Komödie war oder kaputte Psychopathen. Alles, wonach sich ein Schauspielerherz sehnt, durfte ich machen." Er führte im Interview weiter aus: "Ich habe mehrfach die Welt gerettet. Atombomben auf Ölplattformen im Atlantik entschärft. In Australien Touristen vorm Ertrinken bewahrt. Sogar die Gelbaugenpinguine haben mir ihr Überleben zu verdanken."

Seine Rolle in "Im Schatten der Angst - Der Skorpion", zu sehen am Montag, 9. März, zur Primetime im ZDF und per Livestream auf Joyn, hat ihm trotzdem viel Spaß gemacht. Erstens wurde in Wien gedreht und "da schaut man doch gern mal vorbei". Und zweitens darf er einen Professor spielen. "So weit habe ich es im wahren Leben ja nie gebracht", lachte Schüttauf im teleschau-Interview. "Meist bin ich doch eher der einfache Mann mit dem Spaten in der Hand."

Jörg Schüttauf, der "Haflinger des deutschen Films"

Schüttauf, zu DDR-Zeiten in Chemnitz geboren und noch heute mit seiner Familie bei Potsdam lebend, sagt von sich selbst, er werde "der Haflinger des deutschen Films" genannt. Weil er von Statur eher kleiner und gedrungen ist. Allerdings gelten die Pferde auch als außergewöhnlich robust und vor allem vielseitig. Und ein absoluter Allrounder, das ist auch Jörg Schüttauf.

Und einer, der früh begann: Schon in der Grundschule stand er erstmals auf einer Schauspielbühne. "Mit sieben Jahren ging ich in eine Kindertheatergruppe. Ich konnte mich da sehr gut austoben und merkte, dass das etwas sein könnte, was ich gern machen würde, wenn ich groß bin."

Und das tat er dann. Nach einer Tischlerlehre und der folgenden Schauspielausbildung sowie dem Theaterengagement in Potsdam debütierte er 1985 in dem DEFA-Film "Eta und Ali" - und zwar gleich mit einer Hauptrolle. Dafür wurde er auf dem "Nationalen Spielfilmfestival der DDR" 1986 als bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet. Ein Start nach Maß.

Jörg Schüttauf ist vierfacher Grimme-Preisträger

Schüttauf mauserte sich zu einem der vielseitigsten und am häufigsten eingesetzten Schauspieler. Er war seit der Wiedervereinigung in 14 Kinofilmen zu sehen, zuletzt in "Ein Fest fürs Leben" mit Christoph Maria Herbst. Er spielte in über 50 Fernsehfilmen. Sein fünfter, "Lenz", brachte ihm 1992 den Durchbruch - und den ersten Grimme-Preis. Drei weitere folgten für "Viel Spaß mit meiner Frau" (1997, da stammte auch die Idee von Hauptdarsteller Schüttauf), die "Tatort"-Folge "Herzversagen" (2004) und "Arnies Welt" (2007). Zudem hat Schüttauf auch den Bayerischen Film- sowie den Hessischen und Deutschen Fernsehpreis daheim in der Vitrine stehen.

Auch in über 50 verschiedenen TV-Serien war Schüttauf schon mit von der Partie, teilweise in mehreren Episodenrollen. Seine dauerhaftesten Einsätze hatte er als Thomas Becker in "Der Fahnder" (46 Folgen) und als Kriminalhauptkommissar Friedrich Dellwo im Frankfurter "Tatort" (18 Einsätze) an der Seite von Andrea Sawatzki. Zehnmal war er in "Die Draufgänger" zu sehen, acht Folgen lang in "Die Toten von Marnow", sechs in der Serie "Bad Banks".

Er schipperte auch bereits dreimal auf dem "Traumschiff" durch die Welt. Das fand er gut. "Beim dritten Mal durfte ich meine Mutter mitnehmen. So ist auch sie in den Genuss der Seychellen gekommen. Auch sonst war das nicht die schlechteste Erfahrung: Wunderbare Kollegen, hochprofessionell, alles ging schnell und permanent schien die Sonne."

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Jörg Schüttauf als Opa: "Ich bin strenger als die Eltern"

Jörg Schüttauf, der leidenschaftlich gerne im Winter Ski (alpin und Langlauf) und im Sommer Inliner fährt sowie ein eigenes Segelboot hat, lebt mit seiner Frau Martina in Caputh bei Potsdam. Sie haben zwei Töchter, die sie wiederum bereits zu Großeltern machten. Zu seiner Opa-Rolle sagte Schüttauf im teleschau-Interview: "Ich bin auf alle Fälle strenger als die Eltern dieser Kinder. Und ich habe was dagegen, wenn sie mich Opa nennen. Ich bin der Jörg und basta. Als ich letztens auf der Skipiste war und die Enkelin erzählte, dass ich ihr Opa sei, haben die Anderen das nicht geglaubt. Das hat mich gefreut."

Ich bin der Jörg und basta.

Jörg Schüttauf

Dass er auch dienstlich häufiger den Opa darstellen muss, sieht er gelassen. Der teleschau sagte er lachend: "Es bleibt mir ja nichts anderes übrig. Die jugendlichen Helden mit dem verführerischen Blick haben sich für mich definitiv erledigt. Da bin ich froh, dass die Hauptfigur einen Vater oder eben einen Großvater hat."

Auf Joyn kannst du Jörg Schüttauf nicht nur in "Vorwärts immer!" und "Ein ganzer Kerl für Mama" bewundern. Auch die Filme "Das total verrückte Wochenende", "Schlafsack für zwei" und "Liebe süß-sauer" findest du dort.


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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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