Das passiert in Folge 4
"2 Minuten 2 Millionen": Ein sprechender Stein, eine geheime Wunder-Formel & eine App ohne Umsatz
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von Sandra KauslVier Pitches, die unterschiedlicher kaum sein könnten, überraschende Momente und sogar ein Stein, der zurückredet: In der vierten Folge von 2 Minuten 2 Millionen am 3. März zeigt sich einmal mehr, wie schmal der Grat zwischen genialer Idee und großem Risiko sein kann. Doch welche Konzepte überzeugen die Investor:innen wirklich? Und wer schafft es, aus visionären Einfällen oder Schnapsideen ein tragfähiges Business zu formen?
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Happiness zu verschenken?
Sind die "2 Minuten 2 Millionen" Investor:innen Teil einer versteckten Kamera? Genau das fragen sie sich beim Pitch des Start-ups "Happy Stone". Der Name bietet, was er verspricht: Ein mit einem Lächeln bemalter Flussstein aus dem Lavanttal, versehen mit einem QR-Code, der zu einem KI-gesteuerten Chatbot führt und Nutzer:innen mit positiver Stimmung unterstützen soll. Die Idee entstand, als Gründer und Medienmacher Benjamin Keitel im Urlaub "Hallstätter Luft aus dem Automaten" kaufte und sich dachte: Alles ist möglich.
Im Studio von 2 Minuten 2 Millionen herrscht zunächst Ratlosigkeit. Ist "Happy Stone" ein ernsthafter Business Case, ein Kunstprojekt oder doch Konsum-Satire?
Uns macht der Stein gerade traurig.
Während Christian Jäger und Katharina Schneider den Stein direkt testen und für humorvolle Momente sorgen, sieht von den übrigen Investor:innen auf den ersten Blick keiner happy aus. "Ihr wollt wirklich ein Investment von uns haben?", fragt Mathias Muther verwundert.
Als die Frage diskutiert wird, nimmt die Situation eine überraschende Wendung: Erich Falkensteiner zieht drei Steine aus seiner Hosentasche und verrät: "Ich glaube an die Steine …"
Aber glaubt er auch an "Happy Stone"?
Alles auf seine Karten
Für heitere Stimmung sorgt anschließend das Start-up "Anzen Spiele" aus Bayern. Entstanden aus einer spontanen Schnapsidee während des Superbowls, möchte Gründer Thomas Hüllmayer Menschen mit humorvollen Kartenspielen wieder an einen Tisch bringen, statt sie allein am Handy scrollen zu lassen.
Unterstützt von Kabarettist und Witzemeister Fonse Doppelhammer, laden sie die Investor:innen für 200.000 Euro zehn Prozent der Anteil ein, zum mitspielen.
Christian Jäger - der Fonse bereits von einem gemeinsamen Oktoberfest-Besuch kennt - und Mathias Muther zeigen sich begeistert: "Christian und ich wären dabei, aber …"
Spielen sie mit? Und wird aus der Schnapsidee vielleicht der nächste Spiele-Hit?
Genau das ist Unternehmertum – eine Schnapsidee, und dann macht man etwas daraus!
Du willst die humorvollen Kartenspiele von "Anzen Spiele" selbst ausprobieren? Sicher dir hier dein Spiel!
Wunder-Molke mit geheimer Formel
Auch mit dabei ist "Lactis Vital", eine natürliche Pflege mit fast schon wundersamer Wirkung. Die Gründerin erzählt von ihrer persönlichen, emotionalen Hautgeschichte mit Akne und präsentiert eine Pflegeinnovation auf Basis haltbar gemachter Frischmolke. Das Produkt soll bei Hautproblemen helfen und sogar bei Tieren mit Sommerekzemen eingesetzt werden können.
Klingt vielversprechend, doch ein entscheidender Punkt lässt die Investor:innen aufhorchen: Die Geheimformel für die Rezeptur kennt ausschließlich der Erfinder selbst.
Hinzu kommt: Es gibt bislang weder Umsätze noch ein Team oder eine gegründete Firma.
Während die Wirkung als "fast wie ein Wunder" beschrieben wird, steigt der Druck im Studio spürbar. Wer glaubt an das Potenzial dieser außergewöhnlichen Pflegeidee und wer schreckt vor dem Risiko zurück?
Mitfahrgelegenheit neu gedacht
Auch die Mobilität der Zukunft steht zur Diskussion: Mit "Mobie" wollen drei junge Gründer:innen spontane Mitfahrgelegenheiten für kurze Alltagsstrecken ermöglichen und so insbesondere ländliche Regionen besser vernetzen.
Partnerschaften mit Gemeinden und regionalen Betrieben klingen vielversprechend. Doch fehlende Umsätze, Sicherheitsbedenken und starke Konkurrenz mit Millionen Nutzer:innen werfen kritische Fragen auf. Die Investor:innen sind sich einig: Der Bedarf ist vorhanden, aber reicht das für ein tragfähiges Geschäftsmodell? Steigt jemand ein und fährt mit "Mobie" mit?
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.at ('Behind the Screens' Österreich) veröffentlicht.
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