Das passiert in der 5. Folge

Vom Weltraum-Haus bis zur Hightech-Hundehütte: Diese Pitches sorgen bei "2 Minuten 2 Millionen" für Diskussionen

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Das Start-up "Pneumo Planet" bringt NASA-Technologie ins "2 Minuten 2 Millionen"-Studio.

Bild: Gerry Frank


Eine Folge voller Gegensätze: unterirdische Häuser, nachhaltiges Holz, hightech Hundehütten, clevere Alltagshelfer und ein Ski-Upgrade mit Millionenpotenzial. Die fünfte Folge von "2 Minuten 2 Millionen" am 10. März verspricht wieder jede Menge Spannung. Doch wer kann am Ende die Investor:innen überzeugen? Und wer muss ohne Deal nach Hause gehen?

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Man fühlt sich wie in der Gebärmutter.

Thomas von "Pneumo Planet"

Wohnen wie auf dem Mars oder doch wie ein Maulwurf?

"Möchten Sie für ein paar Tage auf dem Mars wohnen?" Mit dieser Frage eröffnet der Wiener Architekt Thomas seinen Pitch für "Pneumo Planet". Sein Konzept: aufblasbare Erdhäuser mit revolutionären thermischen Eigenschaften, die weder Heizung im Winter noch Kühlung im Sommer brauchen. Ein Drittel günstiger als herkömmliche Häuser, minimale Bodenversiegelung und modulare Bauweise – klingt nach einer Weltsensation.

Für die Investor:innen hat er zwei Optionen: 150.000 Euro für 6 Prozent Beteiligung oder ein Pilotprojekt, bei dem ein Prototyp auf einem Grundstück eines Investors gebaut wird.

Doch nicht alle sind sofort überzeugt. Eveline Steinberger vergleicht das Konzept trocken mit einem Maulwurfbau und Mathias Muther wirft ein: "Warum soll sich das jemand antun?"
Plötzlich geht es nicht mehr nur um Technik, sondern um eine Grundsatzfrage: Wollen Menschen wirklich unter der Erde wohnen?

Erich Falkensteiner zeigt sich interessiert – aber nicht halbherzig. Wenn schon, dann gleich drei Prototypen. Der Haken: Dafür reicht das Budget des Gründers nicht. Hebt dieses Weltraum-Haus jetzt ab – oder bleibt es im Erdreich stecken?

Hightech-Hundehütte mit Hollywood-Flair

Dann kommt ein Pitch, wie es ihn so noch nie gegeben hat: ein internationales Team mit Sprachbarrieren und großen Ambitionen: Das Start-up "Smartsy" will mit klimatisierten, App-gesteuerten Häuschen Hunden im öffentlichen Raum Schutz bieten. Während Herrchen oder Frauchen einkaufen, warten ihre Vierbeiner in einer Hightech-Hütte mit Klimaanlage, Heizung, UV-Sterilisation und Livestream.

Doch schon bei den Umsatzzahlen sorgt die Kommunikation für Verwirrung: Geht es um 5.000 Euro Umsatz – oder doch um 50.000 Euro?

Präsentiert wird das Konzept von Felix aus Miami, während die eigentlichen Gründer aus Serbien nicht vor Ort sind. Eine ungewöhnliche Situation für die Investor:innen – denn wie investiert man in ein Team, das gar nicht im Raum steht?
"Ich investiere immer in Menschen – aber ich weiß gar nicht, wer dahintersteckt", bringt Investor Erich Falkensteiner die Skepsis aller auf den Punkt.

Zwischen ehrgeizigen Expansionsplänen, intensiven Verhandlungen und überraschenden Wendungen spitzt sich die Lage zunehmend zu. Gelingt es trotz der Sprachbarrieren die Investor:innen von "Smartsy" zu überzeugen?

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Ich bin sicher ein Schockmoment heute.

Antonia von "Hanfholz"

Hanf statt Tropenholz – aber um welchen Preis?

Mit einer großen Vision im Gepäck reist Antonia aus der Schweiz an und will mit ihrem Start-up "Hanfholz" nichts Geringeres als die Holzindustrie verändern. Ihr Versprechen: Holz aus Hanf – vom Samen bis zum fertigen Produkt in nur 150 Tagen. Nachhaltig produziert, CO₂-reduziert, frei von Schadstoffen. Zum Vergleich: Eine Eiche braucht 80 bis 100 Jahre, bevor sie verarbeitet werden kann. "Hanfholz" soll Tropenholz ersetzen, Wälder und Tiere schützen und gleichzeitig neue Möglichkeiten für Bau und Innenausbau schaffen.

Doch als die Bewertung des Unternehmens genannt wird, kippt die Stimmung im Studio spürbar. Selbst erfahrene Investor:innen reagieren überrascht. "Ich find die Bewertung abartig", bringt es Alexander Schütz auf den Punkt.

Ist das mutige Weitsicht oder ein Schritt zu groß? Trotz deutlicher Skepsis gegenüber Zahlen und Strategie bleibt der Respekt für Antonias Engagement bei den Investor:innen spürbar. Sie brennt für ihre Idee, spricht über Veränderung und Verantwortung. Katharina Schneider fasst die Bedenken jedoch nüchtern zusammen: "Jeder von uns, der da sitzt, hat minimum ein Unternehmen aufgebaut und ich glaube, keiner würde das so machen von uns."

Glaubt jemand an Antonias Vision mit "Hanfholz" und gibt ihr das benötigte Investment?


Alles Dagewesene ist Schnee von gestern

Außerdem mit dabei: "Kiddy Clip", die Schluss machen mit zu großen Hosen und ständigem Hochziehen, sowie "Znow Motion", die ein innovatives Add-on entwickelt haben, das handelsübliche Fahrradträger im Handumdrehen in vollwertige Skiträger verwandelt. Die Weltneuheit made in Austria verspricht entspannte Skitage ohne Nervenzusammenbruch und ist mit Millionen gängiger Fahrradträger kompatibel.

Beide Start-ups sorgen bei den Investor:innen für große Begeisterung und viel Lob. Doch reicht das am Ende auch für ein Investment?

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.at ('Behind the Screens' Österreich) veröffentlicht.

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